Apps für Urlaubsreisende werden immer beliebter

Wetter, Übersetzung oder Navigation: Solche Service-Apps auf Reisen ins Ausland boomen. Praktisch sind vor allem solche Apps, die keine ständige Online-Verbindung brauchen. Reiseführer oder Apps für Reiseplanung dagegen finden nur wenig Anklang. Das Smartphone ist für Urlaubsreisende das wichtigste technische Gerät.

Vor allem spezielle Reise-Apps werden immer öfter genutzt. Drei solcher Anwendungen sind laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom besonders gefragt: Wetterdienste, Landkarten oder Restaurant-Finder und Übersetzer. Wer schon einmal fremde Sprachen mittels der Web-App Deepl.com übersetzt hat, will diesen Dienst im Ausland nicht mehr missen.

Denn diese Software übersetzt viel korrekter als beispielsweise Google Translate. Dagegen sind Apps für die Reiseplanung nicht sehr verbreitet. Entsprechende Dienste wie etwa Google Trips oder Tripwolf nutzt lediglich jeder siebte Befragte.

Auch Reisebuch-Verlage, die spezielle Apps für Urlaubsziele herausgebracht haben, werden eher seltener verwendet. Sowie Apps, die etwa beliebte Städte zur Ankurbelung des Tourismus anbieten, sind nicht populär. Wer will schon für jede Stadt eine eigene App auf sein Smartphone laden?

Praktisch bei den digitalen Helfern: Die Apps funktionieren teils auch ohne Internet, was gerade bei Übersee-Reisen oder in ländlichen Regionen hilfreich sein kann. Zur perfekten Reisevorbereitung gehört es, die Apps am besten schon zu Hause auf das Smartphone oder Tablet zu laden. Das erspart die Internetsuche und mögliche Zusatzkosten auf Fernreisen.

Seit einem Jahr ist die App-Nutzung im europäischen Ausland besonders einfach geworden, denn Aufschläge für Telefonate, SMS und auch das Surfen im mobilen Netz sind seitdem Vergangenheit. Gemäß der seit einem Jahr geltenden Roaming-Verordnung zahlen Europäer auf Reisen im EU-Ausland nun denselben Preis wie zu Hause.

Bitkom rät dennoch, vor Auslandsaufenthalten den eigenen Vertrag zu prüfen. Bei der Nutzung von Daten-Flatrates kann es im Ausland etwa je nach Vertragsbedingungen Einschränkungen geben. Ganz ohne Reise-Apps geht es übrigens für jeden Fünften in den Urlaub.

Und vielleicht entspannen Digitalverweigerer in der schönsten Zeit des Jahres ganz besonders gut: 15 Prozent geben nämlich an, überhaupt kein Smartphone oder Tablet zu besitzen.

Bildquelle: Vodafone

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