Apps: Schnüffelnasen und Maleware-Schleudern

Experten warnen vor einem gefährlichen Trend: Die Grenze zwischen Datensammeln und Schadcode verbreiten ist bei Apps fließend.

Clueful ist eine App, die andere Apps analysiert und dem Smartphone-Nutzer auf Knopfdruck zeigt, welche Informationen ausgelesen werden und wie hoch das Sicherheitsrisiko dabei ist. Clueful wird vom IT-Sicherheitsunternehmen Bitdefender herausgegeben. Wer wissen will, wie neugierig Apps sind, sollte Clueful einsetzen. Eine neue Studie von Bitdefender belegt nun, auf welche sensiblen Daten es Android-Apps hauptsächlich abgesehen haben. Aus der Analyse von 8400000 Android-Apps geht hervor, dass mehr als 35 Prozent aller Apps die aktuellen Geopositionsdaten an Server im Internet übertragen, mehr als neun Prozent lesen das Kontaktverzeichnis des Smartphones aus und immerhin noch sechs Prozent nehmen Einblick in die Browser-Historie, um zu wissen, welche Webseiten ein mobiler Nutzer anschaut.

Die Urheber der neugierigen Apps können die Daten Dritten verkaufen, die dann wiederum gezielt Werbung auf die Smartphones platzieren. Für eine einwandfreie Funktion der meisten App braucht es die Datensammelwut eigentlich nicht. Wer sich darüber wundert, wie Anbieter kostenlos Apps vertreiben können, erhält also eine klare Antwort: Private Daten sind die Währung im Gratis-App-Angebot.

So weit, so in Ordnung, könnte man meinen. Doch viele Apps binden nicht nur Werbung ein, sondern öffnen auch kriminellen Hackern Tür und Tor. Die Grenze zwischen aggressiven Werbetreibenden und Malware werde immer dünner, sagen Experten von Bitdefender. Denn beim Datensammeln gegen Werbeeinblendungen bleibt es oft nicht, wie das Beispiel der beliebten App Love letters for chat zeigt. Die Status App auf Google Play ergänzt oder ändert Termine im Kalender und versendet E-Mails an Gäste, ohne dass der Eigentümer davon etwas mitbekommt. Darüber hinaus ist die App in der Lage, vertrauliche Informationen zu versenden, Nummern direkt anzurufen und Audio-Einstellungen zu verändern. Das Risiko, dass die gesammelten Daten für bösartige Zwecke genutzt werden, sei deutlich höher als sich das viele Menschen vorstellen können, warnt der Sicherheitsfachmann.

Schutz vor Internet-Bedrohungen bietet ein grundlegender Antivirenschutz für Computer und Smartphones. Praktisch sind Download-Versionen von Antiviren-Software, die sofort eingesetzt werden können.

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Bildquelle: Bitdefender

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