Fairphone 3+: Smartphone und Umweltschutz

Leistungsstarker und wechselbarer Akku, reparaturfähig, faire und umweltgerechte Produktion: Das neue Fairphone 3+ kommt gut an bei umweltbewussten Nutzern. Dafür nehmen sie Abstriche in Kauf.

Dem niederländischen Hersteller Fairphone ist im hart umkämpften Markt für Smartphones ein überraschender Erfolg gelungen. Nur wenige Experten haben dem Konzept des Unternehmen eine Chance eingeräumt: Nachhaltig und fair produzierte Materialien, Abstriche bei der Technik, Preis so hoch wie ein chinesisches Spitzenhandy, Ausstattung und Funktion aber nur auf dem Niveau eines Mittelklasse-Smartphones. Doch die Niederländer haben ihre Nische gefunden und stellen sieben Jahre nach ihrer Gründung das nun dritte Modell vor: Fairphone 3+.

Technische Details des Android-Smartphones: Mittelklasse-Chipsatz mit 8 Kernen und 1,8 GHz, 57-Zoll-LCD-Bildschirm, 12,8 MP-Hauptkamera mit guter Bildqualität sowie 8 MP Frontkamera, sehr leistungsstarker, wechselbarer Akku mit fast 12 Stunden Laufzeit (im Test von Chip), Dual-SIM sowie leicht zugängliche und damit reparaturgünstige Bauteile.

Allein dass Fairphone nicht jedes Jahr zwei Modelle, sondern im Zeitfenster von sieben Jahren jetzt das dritte Smartphone vorstellt, zeigt: Die Firma hat sich ganz dem Umweltschutz und nachhaltiger, fairer Produktion verschrieben. Seltene Erden, Kobalt, Wolfram, Zinn und Gold werden je oft genug in Entwicklungsländern unter katastrophalen Arbeitsbedingungen und häufig von Kindern abgebaut. Fairphone mache so etwas nicht mit und verzichte auf Lieferanten, die keine fairen Arbeitsbedingungen nachweisen können.

Ein Smartphone für das gute Gewissen also, das zahlreiche Umwelt- und Nachhaltigkeitspreise gewonnen hat. Das gute Gewissen schlägt mit rund 460 Euro zu Buche. Das in der Mittelklasse angesiedelte Fairphone 3+ liegt damit mehr als 200 Euro über den Geräten der meist aus China stammenden Wettbewerber.

Bildquelle: Fairphone

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