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Ginlo: Die deutsche Whatsapp-Alternative

Kein Tracking, keine Datensammelwut, durchgehend verschlüsselte Kommunikation und "made and hosted in Germany": Der kostenlose Messenger Ginlo gibt Nutzern ihre Privatsphäre zurück.

Whatsapp aus Deutschland, hierzulande gehostet, von Digitalpionieren gegen die US-amerikanische Konkurrenz entwickelt und vor allem vertrauliche, sichere Kommunikation ohne lästige Werbung und Verkauf von Nutzerdaten, das verspricht der Messenger Ginlo von der Münchner Firma Brabbler AG. Die App ist auf Google Play für Android und dem Apple Store für iPhones kostenlos zu beziehen.

Im März hatte Brabbler den Dienst SIMSme vom Paketversender DHL gekauft der jetzt in Ginlo intergiert ist. Für alle Nutzer könnte die neue Plattform aus einem guten Grund interessant sein, die nicht länger hinnehmen wollen, dass der zum Facebook-Konzern gehörende Messenger Whatsapp ihre Daten sammelt und verkauft. Kostenloser Dienst gegen Daten, gegen dieses übliche Geschäftsmodell will Ginlo antreten und Nutzern einer verschlüsselten Kommunikation wieder ihre Privatsphäre zurückgeben und sie nicht durch Werbung belästigen.

Es gibt nämlich auch eine kostenpflichtige Business-Variante von Ginlo. Unternehmen, die Wert auf vertrauliche Kommunikation legen, sind auch bereit, für eine solche Plattform zu bezahlen. Aus diesen Einnahmen finanzieren die Münchner Ginlo für Privatnutzer. Laut Betreiber werden keinerlei personenbezogene Daten erhoben, ausgewertet oder weitergegeben - das bedeutet: kein Tracking, kein Profiling und keine Werbung. Zudem würden sämtliche Daten mit den stärksten Algorithmen verschlüsselt. Das gelte nicht nur für den Transportweg, der durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgesichert sei, sondern auch auf den Endgeräten. Durch diese Vollverschlüsselung habe selbst die Brabbler AG als Anbieter von Ginlo keinerlei Zugriff auf Inhalte von Nutzern, heißt es.

Auf gewohnte Funktionalität eines Messengers müssen Ginlo-Nutzer nicht verzichten. Es können Textnachrichten in Echtzeit austauscht werden, sei es in Einzel- oder Gruppenchats, man kann unkompliziert Videos, Bilder, Sprachnachrichten und Dateien aller Art miteinander verschlüsselt teilen. Zahlreiche Spezialfeatures runden das Angebotsspektrum des Messengers ab. Dazu zählen etwa zeitversetzte und selbstzerstörende Nachrichten oder Content Channels, um Beiträge aus Lieblingszeitschriften und -blogs direkt in Ginlo zu erhalten. Kontakte lassen sich via QR-Code-Scan sicher verifizieren, unbekannte Kontaktanfragen können abgelehnt werden. Die Ginlo-ID ermöglicht es, zum Beispiel in großen Gruppen, anonym zu kommunizieren ohne seine Mobilnummer weiter zu geben. Zahlreiche weitere Funktionen wie Video-Telefonie sind bereits in der Testphase.

Hinter dem Anbieter Brabbler stehen engagierte Internet-Visionäre, Programmierer und Verschlüsselungsexperten aus 20 Ländern rund um die GMX-Gründer Karsten Schramm, Peter Köhnkow und Eric Dolatre sowie Jörg Sellmann. Sie betrachten es als Herzensangelegenheit, Privatsphäre und Vertraulichkeit im Netz Realität werden zu lassen. Als deutsches Unternehmen mit Sitz in München unterliegt Brabbler deutscher Rechtsprechung und hostet seine Lösung ausschließlich auf Servern in Deutschland. DSGVO-Konformität und die Einhaltung deutscher Datenschutzgesetze ist somit zu jeder Zeit sichergestellt.

Ob Ginlo eine Chance gegen Whatsapp hat, hängt davon ab, wie viele Nutzer letztlich diesem Dienst den Vorzug geben und ob es gelingt, die Nutzer rasch zu einem Wechsel auf Ginlo zu überzeugen. Wie bei allen digitalen Plattformen gilt: Erreicht ein Dienst wie Whatsapp, aber auch Android oder Airbnb erst einmal eine Position als Massenmedium, wird es für alle nachfolgenden Wettbewerber schwer, gegen die hohe Verbreitung eines Marktführers anzukämpfen. Ginlo, so meinen wir, hätte mit seinem Konzept der Privatheit einen Erfolg verdient.

Bildquelle: obs/Brabbler AG

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