Handy-Fakes: Giftige Plagiate im Handel

Sie sind billig, manchmal auch nur billig gemacht, in jedem Fall aber sind Handyfälschungen für Mensch und Umwelt höchst gefährlich.

Fast 150 Millionen gefälschte Mobiltelefone und tauchten 2013 auf und damit rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei hat die Branchenorganisation Mobile Manufacturers Forum (MMF) nur solche Fälschungen gezählt, die im offiziellen Fachhandel auftauchten. Smartphones und iPhones, die über dubiose Online-Kanäle und auf regionalen Schwarzmärkten verkauft werden, sind in der Statistik nicht erfasst. Die tatsächliche Zahl der Handy-Fakes dürfte deutlich höher sein.

Die Hälfte aller Fälschungen taucht in Asien auf. Während in den USA noch jedes zehnte Handy nachgemacht ist, sind es in Westeuropa dagegen lediglich ein Prozent. Vor allem in Schwellenländern blüht der Handel mit Plagiaten. Allein in Indien sei jedes fünfte Handy eine billige Kopie. Den Schaden beziffern die Experten dort auf 1,5 Milliarden US-Dollar.

Die Fälschungen sind aber nicht nur billig, sie sind vor allem auch für die Nutzer gefährlich. Meist enthalten die Geräte hohe Konzentrationen an umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien und giftigen Metallen wie Blei.

Die meisten Plagiate seien wegen ihrer schlechten Verarbeitung oder unprofessionellen Markenkennzeichnung als Fälschungen leicht zu erkennen. Es gibt aber immer wieder Ausnahmen. Vor allem teure Plagiate von Apple sind oft kaum von den Originalen zu unterscheiden.

Bildquelle: Apple

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.