Im Test: Viele Ultrabooks zeigen noch Schwächen

Apple hat auch das Design von Notebooks geprägt, nun ziehen die PC-Hersteller mit der neuen Geräteklasse Ultrabooks nach. Doch der Test von "PC-Welt" zeigt: Viele Ultrabooks sind durchschnittlich und nur zeichnen sich nur durch einen hohen Preis aus.

Im Gegensatz zu Notebooks sind Ultrabook viel leichter und schmäler, der Akku hält deutlich länger und die mobilen Computer der neuen Kompaktklasse booten wesentlich schneller und verarbeiten Anwendungen auch viel flotter als gewöhnliche Notebooks. Das sind nur einige Faktoren, die der Chiphersteller Intel für Ultrabooks festgelegt hat. Manche Vorteile, wie schnelleres Arbeiten dank SSD-Festplatten, müssen Ultrabook-Nutzer aber mit weniger Ausstattung erkaufen. Denn die mittlerweile bezahlbaren lüfterlosen Flash-Speicher haben im Vergleich zu herkömmlichen Magnetspeicher-Laufwerken noch eine geringe Speicherkapazität. Außerdem fehlen bei vielen Ultrabooks Schnittstellen wie LAN, die bei Notebooks ganz selbstverständlich sind. Inzwischen hat jeder PC-Hersteller mehrere Modellreihen von Ultrabooks herausgebracht, das kommende neue Betriebssystem Windows 8 von Microsoft dürfte die Aufmerksamkeit weiter auf das neue PC-Segment der kleinen und kompakten Rechner lenken. Die ersten Tests sind auch schon erschienen.

So hat die Zeitschrift "PC-Welt" in ihrer Ausgabe 10/2012 zehn aktuelle Ultrabook-Modelle mit Bildschirmgrößen von 13,3 Zoll und 14 Zoll getestet. Vier Geräte erhielten die Note "gut", die restlichen sechs Ultrabooks schnitten lediglich "befriedigend" ab. Test-Sieger wurde Apples Macbook Air 13 zum Preis von rund 1.250 Euro. Das Gerät mit 13,3-Zoll-Display konnte vor allem durch den mit Abstand ausdauerndsten Akku im Test punkten. Erst nach über zehn Betriebsstunden musste das Gerät aufgeladen werden. Außerdem macht die verbaute SSD-Festplatte sehr schnelles Arbeiten möglich, wenngleich sie mit nur 128 Gigabyte Speicherplatz vergleichsweise klein ist. Auch die sehr gute, beleuchtete Tastatur, das sehr präzise Touchpad sowie Optik und Verarbeitung des Gehäuses wurden von den Testern gelobt. Auf Kritik stießen hingegen die relativ lauten Arbeitsgeräusche bei hoher Beanspruchung sowie die fehlende LAN-Schnittstelle.

Deutlich günstiger ist das von PC-Welt getestete Modell Envy 4-1000sg von Hewlett-Packard. Das rund 700 Euro teure Ultrabook überzeugte mit vielen Anschlussoptionen wie drei USB 3.0-Buchsen und LAN. Die Tester lobten auch die sehr geringe Geräusch- und Hitzeentwicklung selbst unter Last und das attraktive Gehäuse-Design. Punktabzug gab es jedoch für die nur durchschnittliche Akku-Laufzeit und Bildschirm-Qualität sowie für das vergleichsweise niedrige Rechentempo. Die derzeit erhältlichen Ultrabooks sind vor allem für solche Nutzer geeignet, die im Internet surfen wollen und hauptsächlich auf Büroanwendungen angewiesen sind. Aber auch für den Business-Einsatz haben Hersteller mittlerweile erste Modelle vorgestellt. Lediglich Spiele-Freunde werden mit Ultrabooks nicht so recht glücklich. Für Gamer sind die neuen Geräte noch keine wirkliche Option, schreibt PC-Welt.

Bildquelle: HP

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