Neue Viren fast nur noch für Android-Geräte

Cyberkriminelle setzen voll und ganz auf Android. Neue Schadsoftware entsteht fast nur noch für Googles mobiles Betriebssystem.

IT-Sicherheitsunternehmen schlagen Alarm: Googles mobiles Betriebssystem Android ist fast das ausschließliche Ziel von Cyberkriminellen bei der Entwicklung neuer Schadsoftware. Da auch die organisierte Netzkriminalität nach dem Kosten-Nutzenprinzip wirtschaftet und die Programmierung immer raffinierterer Schadsoftware Zeit und Geld verschlingt, muss sich der Einsatz von Malware schließlich lohnen. Android ist das am weitesten verbreitete mobile Betriebssystem und daher Angriffsziel Nummer eins. Über 99 Prozent aller neu aufgetauchten Computerschädlinge, die der finnische IT-Security-Hersteller F-Secure zwischen Januar und März 2014 zählte, zielten auf Android-Geräte ab. Eine nochmalige Verschiebung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in welchem von zehn neuen Schädlingsvarianten neun Googles Betriebssystem im Visier hatten.

F-Secure zählte im ersten Quartal diesen Jahres 277 neue Malware-Familien und Varianten, 275 davon zielten auf eine Infektion von Android-Geräten. Jeweils eine neue Schadsoftware wurde für Apples iPhone und Nokias einstiges Betriebssystem Symbian gezählt. Erstaunt waren die Experten in Helsinki über die Qualität der aufgetauchten Schadsoftware. Anspruchsvoll und komplex seien die neuen Viren und Trojaner. Ein Zeichen, dass die Cyberkriminalität zunehmend professioneller werde. Die immer hochleistungsfähiger werdenden Smartphones würden es Cyberkriminellen erlauben, die Rechenleistung der Geräte dazu zu missbrauchen, um virtuelle Krypto-Währungen herzustellen, sagt Mikko Hyppönen, Chef-Entwickler bei F-Secure.

Die häufigsten Angriffe der Hacker zielen darauf ab, heimlich teure Premium-SMS zu versenden, unerwünschte Dateien oder Apps zu installieren, Nutzerverhalten zu überwachen oder eingegebene Banktransaktionsdaten abzufangen.

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Bildquelle: F-Secure

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