Bescherung per Webcam

Schlitten und Rauschebart sind out, der moderne Weihnachtsmann setzt auf moderne Videokonferenzen und beschert via Skype.

Sentimentalitäten über die untergegangene, gute alte Zeit können sich die Weihnachtsmänner nicht leisten. Wer als Santa Claus heute noch am konventionellen Schlitten festhält und nicht mit der modernen Technik geht, ist morgen vielleicht schon arbeitslos. Denn die Kunden sind anspruchsvoll geworden. Rauschebart und Kostüm allein reicht nicht mehr. Der Weihnachtsmann muss flexibel sein und er muss vor allem die digitalen Kommunikationsmedien souverän beherrschen – auf sein biblisches Alter wird da keine Rücksicht genommen.

Rodolfo aus Niedersachsen ist ein solcher moderner Vorzeige-Weihnachtsmann. Er ist im Internet beim Portal Suche-santa.de registriert und kann dort für Bescherungen gebucht werden. Vorzugsweise kommt Rodolfo mit Engel und Schlitten, allerdings ist sein physisches Erscheinen auf den Landkreis Celle beschränkt. Kunden beispielsweise aus Bayern müssen auf Rodolfo dennoch nicht verzichten. Denn das Portal vermittelt für den Heiligen Abend oder Firmen-Events nicht nur echte Weihnachtsmänner, die höchstpersönlich zur Bescherung vorbeikommen. Man kann sich den Weihnachtsmann auch per Videokonferenz auf den PC-Bildschirm holen.

Nach vorheriger Termin-Absprache schaltet sich Heilige dann zur Fern-Bescherung der Kinder auf Skype zu, die er dann kommentierend durchführt. Freilich nicht ohne sich dafür entschuldigt zu haben, dass er wegen seines hohen Alters und der eisigen Kälte seinen göttlichen Auftrag künftig nur noch per Video-Konferenz wahrnehmen wird. Übrigens sucht Suche-santa.de noch Weihnachtsmänner, Christkinder, aber auch Feen und Wichtel sind willkommen – erst recht, wenn sie über Skype-Erfahrung verfügen und dank Internet in allen Winkeln der vernetzten Welt auftreten können.

Bildquelle: T-Systems

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