Boom bei Downloads beendet Krise der Musik-Branche

Wenn man einen Feind nicht besiegen kann, muss man ihn umarmen. Genau das hat die Musik-Industrie mit dem Internet getan und kann nun sogar wieder erste Erfolge melden.

Der Musikverband IFPI aus London meldet für den weltweiten Musikmarkt ein leichtes Umsatzplus in 2012. Die Erlöse in der Branche seien um 0,3 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Es ist das erste Plus seit 1999, schreibt der Verband und macht dafür den erfolgreichen Vertrieb von Musik über das Internet verantwortlich.

Die Musikindustrie, die nicht zuletzt wegen des digitalen Vertriebs von Musik über Downloadportale und dem Niedergang klassischer Tonträger eine jahrelange Talfahrt durchschritten hat, profitiert mittlerweile vom Verkauf über das Internet. Jeder dritte Dollar, den Musikkäufer ausgeben, geht auf das Konto von Downloadportalen. Die Umsätze über das Internet kletterten 2012 um neun Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar, teilte IFPI mit.

Für die Wende machte der Internationale Musikverband die rasche Globalisierung des Musikgeschäfts verantwortlich. Binnen eines Jahres konnten große Musiklabels ihre Downloadangebote in 23 bedeutenden Märkten auf mittlerweile mehr als 100 Märkte ausdehnen. Vor allem die Ausweitung digitaler kostenpflichtiger Musik in aufstrebenden Ländern sowie die rasche Verbreitung von Smartphones haben der Musikindustrie wieder auf die Beine geholfen.

Bildquelle: www.doebeling.de / Pixelio.de

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