Erste SMS der Welt für 107.000 Euro versteigert

1992 ging die erste SMS der Welt bei einem Vodafone-Mitarbeiter auf dem Handy ein. Jetzt ist der Code dieser Nachricht unter den Hammer gekommen.

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten. Am Dienstag, den 21.Dezemner 2021, 15:38 Uhr fiel der Hammer. Im Auktionshaus Claude Augutte in Paris: Die erste SMS der Welt hat einen neuen Besitzer. Exakt 107.000 Euro zahlt ein Bieter für die als so genannte Non Fungible Token (NFT) verewigte Nachbildung des ersten Kommunikationsprotokolls einer Kurznachricht. Der Erlös aus der Auktion spendet Vodafone spendet ihn an UNHCR, das UN Flüchtlingshilfswerk.

Genau 14 Buchstaben sendete am 3. Dezember 1992 Vodafone- Programmierer Neil Papworth von einem Computer auf das Handy eines Kollegen. "Merry Christmas" las der Empfänger. Das war der Startschuss eines neuen Kommunikationskanals, der aber erst mit dem Durchbruch des Smartphones 15 Jahre später massenhaft genutzt wurde, als Apple 2007 sein erstes iPhone auf den Markt brachte.

Was macht eigentlich den Wert von historischer Software aus? Und vor allem: Gibt es bei digitalen, nicht physischen Gütern, die sich doch kopieren lassen, so etwas wie ein Original? Streng genommen nicht. Deshalb kommt eben Non Fungible Token zum Einsatz – ein per Blockchain verbrieftes Zertifikat, das die Einmaligkeit von Softwarecode dokumentiert. Und die dem Menschen eigene Sammelleidenschaft auch für digitale Güter erst möglich macht.

So werden auch in der Gaming-Szene beispielsweise Schwerter oder andere digitalen Güter mit NFT hinterlegt, um die einzigartig zu machen. So weiß ein Besitzer und andere Spieler in Rollengames, dass immer nur dieselbe Waffe zum Einsatz kommt.

Auch ein digitales Kunstwerk wird mit NFT zum Original und damit zum Objekt der Sammelleidenschaft, für das mittlerweile immer mehr Menschen viel Geld auszugeben bereit sind. In den USA ist das schon ein Milliarden-Markt. Ob die so verkauften und ersteigerten digitalen Güter werthaltig bleiben? Das kann niemand sagen.

Der Code der ersten mit NTF verbrieften SMS wurde übrigens ausgedruckt und in einen Bilderrahmen gesteckt. Wie sonst hätte man nicht greifbare Software für über 100.000 Euro wie ein altes Ölgemälde versteigern können?

Bildquelle: Vodafone

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