Handy-TV zur EM: Nach einer Halbzeit ist schon Schluss

Apps bringen Fußballspiele bequem auf das Smartphone. Doch schon nach einer Halbzeit stellt sich – wenn überhaupt - der Standbild-Modus ein.

Eine Flatrate für das mobile Internet ist nicht gleich eine Flatrate, denn die meisten Tarife sind gedeckelt und auf ein bestimmtes Datenvolumen begrenzt, das über schnelle Breitbandverbindungen wie UMTS oder neuerdings auch LTE übertragen wird. Für das Aufrufen von Webseiten und Versand von E-Mails ohne Datenanhang reicht die monatliche schnelle Datenübertragungsrate locker aus. Schaut der Smartphonenutzer aber regelmäßig Videos an, wird die Übertragungsrate gedrosselt und auf langsameren GPRS-Standard umgeschaltet. Das ist auch der Grund dafür, warum die Spiele der gerade laufenden Fussball-Europameisterschaft kaum auf Smartphones angeschaut werden, obwohl sich das viele Fans gut vorstellen können. Jeder Dritte will die Spiele der EM unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet-PC verfolgen, hat kürzlich eine Studie gezeigt.

Apps für das mobile Fernsehen gibt es genügend. Wer nicht die Apps der Programmanbieter einzeln herunterladen möchte, kann sich beispielsweise beim Portal Zattoo (http://zattoo.com) eine einzige App holen, die mehr als 50 Fernsehsender vereint. Doch wegen der Reduzierung der Übertragungsgeschwindigkeit bei Erreichen des Datenvolumens ist meist nach einer Halbzeit Live-Fussball im mobilen Internet schon Schluss. Die Internetverbindung bei den derzeit üblichen Surf-Flatrates werden meist nach 200 bis 500 Megabyte gedrosselt. Bei einem 90-minütigen Spiel wird allerdings je nach Bildqualität schnell ein Gigabyte Volumen verbraucht. Da die EM 2012 über drei Wochen stattfindet, ist das Datenvolumen für den ganzen Monat bereits nach der allerersten Halbzeit verbraucht.

Tipp: Wenn verfügbar, sollten Fussball-Fans ihre Smartphones und Tablets in einem Wlan-Netz anmelden und darüber die Spiele anschauen. Dieser Übertragungsweg geht nicht zu Lasten des im Vertrag festgeschriebenen Datenvolumens für schnelles mobiles Internet.

Bildquelle: Samsung

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