Internet revolutioniert Musikbranche

2016 war für die Unterhaltungsindustrie ein Wendepunkt: Streaming und Downloads überrunden den Verkauf von klassischen CDs und DVDs. In Deutschland hat das Sterben der Videotheken eingesetzt.

Als 2001 Apple seine Plattform iTunes und den Store vorstellte, ahnten nur wenige, dass der damalige Apple–Chef Steve Jobs nichts weniger als die Medienbranche auf den Kopf stellen würde. 15 Jahre später hat sich der Konsum von Musik und Videos per Streaming und Download nicht nur fest etabliert. Erstmals setzte vergangenes Jahr die Musikindustrie weltweit 10,7 Milliarden US–Dollar mit Streaming, Downloads und Mobile Music um - mehr als jemals zuvor. Und mehr als mit dem Verkauf von Tonträgern, die insgesamt 8,5 Milliarden Dollar in die Kassen der Unterhaltungsindustrie spülten, wie das Beratungsunternehmen PwC in einer aktuellen Untersuchung schreibt. Darin ist gleich von mehreren historischen Wendepunkten die Rede.

Denn Streaming stellt nicht nur klassische Tonträger in den Schatten, sondern auch Downloads. Die Umsätze mit Streaming sind 2016 erstmals höher ausgefallen als Einnahmen aus Downloads. Dieser Trend aus der Musik wird auch für Filme Realität. Schon in diesem Jahr rechnet PwC damit, dass Video–on–Demand–Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime höhere Umsätze erwirtschaften werden, als die Videoindustrie durch den Verkauf von DVDs und Blue–rays einnimmt.

Die veränderten Gewohnheiten beim Videokonsum sind in deutschen Städten unübersehbar. Die Zahl stationärer Videotheken sinkt seit Jahren. 2016 waren es nur bundesweit nur noch 914, 272 weniger als noch im Vorjahr. Die Zahl der Kunden, die in Videotheken Filme ausleiht, sank in den letzten drei Jahren um 1,4 Millionen auf 3,9 Millionen im Jahr 2016, gibt der Interessenverband des Video– und Medienfachhandels in Deutschland bekannt.

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Bildquelle: Netflix

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