Mietwagenfirmen buchen grundlos hohe Beträge ab

Viele Autovermietungen im Ausland belasten nachträglich das Kreditkartenkonto ihrer Kunden. Schäden von mehr als 1.000 Euro sind keine Seltenheit.

Viele Urlauber buchen zu ihrer Reise im Internet auch gleich einen Mietwagen dazu. Die Reiseanbieter kooperieren hier meist mit lokalen Autovermietern im Urlaubsland, mit denen der Kunde dann vor Ort den Mietvertrag schließt und die Bezahlung regelt. Die böse Überraschung kommt dann oft Wochen nach dem Urlaub: Die Autovermieter buchen plötzlich hohe Beträge vom Kreditkartenkonto ab, eine Begründung für die Abbuchung erfolgt nicht und eine Rechnung erhält der verdutzte Verbraucher auch nicht. Wie die Zeitschrift Finanztest (02/2015) in zahlreichen Fällen beschreibt, kann der Betrag über 1.000 Euro hoch sein. Das Problem: Da der Mieter bei Übernahme des Autos eine Kautionsverpflichtung unterschrieben hat, die im Falle eines Schadens am Fahrzeug greift, lehnen die Hausbanken in Deutschland mit diesem Hinweis eine Rückbuchung des Betrags ab. Die Institute geben ihren Kunden den wenig hilfreichen Rat, sich den Betrag per Klage gegen die im Ausland sitzende Mietwagenfirma zu erstreiten.

Da sich solche Fälle laut Finanztest häufen, raten die Verbraucherschützer zu Kreditkarten nur für den Auslandseinsatz, die nach der Rückkehr in Deutschland gesperrt werden können. Außerdem sollten sich Mietwagenkunden bei der Rückgabe des Fahrzeugs vom Vermieter bestätigen lassen, dass das Auto keinen Schaden aufweist. Die auf der Kreditkarte blockierte Kaution sollte freigegeben und schriftlich bestätigt werden.

Bildquelle: Sunny Cars

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