Qualität bei Digitalkameras zählt

Fotofreunde blicken diese Woche nach Köln. Auf der Messe Photokina werden Neuigkeiten der Digitalfotografie vorgestellt. Ein Trend bestimmt schon länger die Branche: Verbraucher greifen gerne zu hochwertigen Kameras, die dann ruhig etwas teurer sein dürfen.

In Deutschland verkaufen die Hersteller von Digitalkameras in diesem Jahr eine halbe Million Fotoapparate weniger als 2011. Insgesamt schätzen Marktforscher, dass 8,3 Millionen Digitalkameras über die Ladentische gehen. Mit ein Grund für den Rückgang: Vielen Verbrauchern reichen die Kameras in ihren Handys, um Fotos für das Familienalbum zu machen. Dennoch drücken die rückläufigen Verkaufszahlen nicht auf die Stimmung der Hersteller. Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Photokina in Köln (18.09. bis 23.09.2012) stellen bestens gelaunte Hersteller ihre digitalen Spiegelreflexkameras und handliche, kleine Fotoapparate aus.

Der Grund für den Optimismus: Trotz sinkender Stückzahlen, verzeichnen die Hersteller hierzulande steigende Umsätze. Ihre Erlöse legen um fast vier Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, sagt der ITK-Branchenverband Bitkom. Durchschnittlich geben Verbraucher in diesem Jahr pro Gerät 224 Euro aus. Im vergangenen Jahr waren es noch 206 Euro. Das ergeben aktuelle Prognosen der Marktforscher von EITO und GfK.

Verbraucher setzen wieder auf Qualität, vor allem auf große Bildsensoren und Wechselobjektive, sagt Michael Schidlack, Technikexperte des Bitkom. Handykameras haben mittlerweile zwar auch eine hohe Auflösung, doch mit den digitalen Fotoapparaten können sie nicht mithalten. Innerhalb des Digitalmarkts haben Kameragehäuse, so genannte Bodys, und Kameras mit fest eingebauten Objektiven das größte Gewicht. Spiegelreflexkameras haben im Vergleich zu digitalen Kompaktkameras größere und damit lichtempfindlichere Bildsensoren sowie lichtstärkere Objektive. Dadurch werden unter anderem das Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen und Verzerrungen am Bildrand deutlich reduziert. Im Trend liegen auch sogenannte Systemkameras. Wie Spiegelreflexkameras haben sie größere Bildsensoren und Wechselobjektive. Sie sind wesentlich kompakter, weil sie ohne internen Spiegelkasten auskommen. Doch ganz allein auf Qualität können die Hersteller von Digitalkameras nicht setzen, sie müssen auch neue Funktionen in ihre Geräte einbauen, die bei Smartphones üblich sind. Ein Foto schnell im Internet veröffentlicht, das geht mittlerweile auch bei neuen Kameramodellen. Sie haben nämlich integrierte Wlan-Anschlüsse, über die Fotos an Mobilgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer weitergeleitet oder direkt zu Internet-Foto-Diensten hochgeladen werden können. Immer mehr Kameras haben zudem einen GPS-Chip eingebaut. Damit wird in der Bilddatei gespeichert, wo das Foto aufgenommen wurde. Manche Modelle können sogar als Beamer für kleine Projektionsflächen eingesetzt werden.

Quelle: Canon

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