Weniger Mobiltelefone nachgefragt

Smartphones sind nach wie vor ein Verkaufsschlager, dafür lassen die Kunden gewöhnliche Handys links liegen. Der weltweite Absatz von Mobiltelefonen geht zurück.

In Deutschland gibt es über 110 Millionen Handyverträge und damit theoretisch mehr Mobilfunkteilnehmer als Einwohner. In anderen Ländern sieht es nicht viel anders aus: Die Mobilfunkpenetration übersteigt die Einwohnerzahl. Seit allerdings die Netzbetreiber immer weniger Geld mit Gesprächen verdienen und daher aufgehört haben, Handys quasi kostenlos bei Neuverträgen oder Verlängerungen mit zu verschenken, schwächelt der Geräteabsatz. Die Hersteller verkaufen immer weniger Handys. Im zweiten Quartal dieses Jahres sank der Geräteverkauf insgesamt um mehr als zwei Prozent. Weltweit wurden 419 Millionen Handys verkauft, hat das Marktforschungsunternehmen Gartner errechnet.

Bei einem Blick auf die einzelnen Geräteklassen wird deutlich, dass Verbraucher vor allem gewöhnliche Handys verschmähen. Sie greifen stattdessen zu Smartphones. Ihr Absatz kletterte denn auch kräftig um fast 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mittlerweile beträgt der Anteil von Smartphones am gesamten Handymarkt fast 37 Prozent. Trotz des Booms bei den Minicomputern mit Telefonfunktion kann die stark steigende Nachfrage nach Smartphones nicht verhindern, dass die Gesamttendenz nach unten zeigt.

An der Spitze der Handyhersteller bleibt Samsung mit einem Marktanteil von 21,6 Prozent laut Gartner. Die Koreaner hatten zu Jahresanfang den langjährigen Weltmarktführer Nokia auf Platz zwei verwiesen. Die Finnen kommen nur noch auf einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. Weit abgeschlagen folgen Apple und der chinesische Hersteller ZTE.

Bildquelle: E-Plus

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